Dürfen Messer in die Spülmaschiene?
Du fragst dich, ob dein Messer wirklich spülmaschinenfest ist? Verständlich, weil die Spülmaschine spart viel Zeit und Arbeit. Das Problem ist nur, dass spülmaschinenfeste Messer in der Praxis oft bedeutet, dass das Material den Spülgang überlebt, die Klinge aber nicht so scharf bleibt, wie du sie gekauft hast. Genau deshalb sagen auch Hersteller sinngemäß, dass ihre Messer die Spülmaschine grundsätzlich aushalten können, die Schärfe dabei aber leidet und es daher nicht empfohlen wird. Wenn du also Wert auf langfristig scharfe Messer legst und sie nicht alle paar Monate professionell nachschärfen willst, ist Handwäsche fast immer die bessere Entscheidung.
Wenn du dir hochwertige geschmiedete Messer zulegst, lohnt sich eine Sache, die viele vor dem Erstgebrauch übersehen. Veark empfiehlt als Erstpflege, das Messer vor dem ersten Einsatz mit etwas Küchenöl und weichen Papiertüchern abzuwischen. So entfernst du Rückstände aus Fertigung oder Lagerung und bringst die Oberfläche direkt in einen sauberen Zustand. Danach reibst du Klinge und Griff mit einem ölgetränkten Tuch sanft ab, wischst nochmal trocken nach und spülst es bei Bedarf kurz mit heißem Wasser ab, dann sofort abtrocknen. Das klingt nach Extra Arbeit, ist bei wirklich hochwertigen Edelstahl Messern sehr empfehlenswert.
Jetzt aber zur eigentlichen Frage: Dürfen Edelstahl-Messer in die Spülmaschine? In der Spülmaschine hast du drei Dinge gleichzeitig, die Messern nicht gut tun. Hitze, lange Feuchtigkeit und aggressive Reiniger. Dazu kommt, dass ein Messer im Korb oder in der Schublade immer wieder Kontakt zu anderem Besteck hat. Das ist selten ein Sofortschaden, aber beeinträchtigt langfristig die Schärfe deiner Messer. Veark formuliert das sehr klar. Die Messer können die Spülmaschine grundsätzlich aushalten, die Schärfe hält es aber nicht aus, deshalb wird die Spülmaschine nicht empfohlen.
Die gute Nachricht ist, dass die beste Pflege wirklich schnell geht. Spül dein Messer direkt nach dem Kochen kurz unter warmem Wasser ab. Nimm mildes Spülmittel und etwas Weiches zum abspülen, also keinen scheuernden Schwamm. Lass nichts antrocknen, weil du dann automatisch stärker schrubbst und dir damit mehr Reibung in den Alltag holst. Danach kommt der wichtigste Schritt, den viele weglassen. Trocknen. Und zwar sofort und gründlich.
Ein weiterer Punkt, der direkt mit Schärfe zusammenhängt, ist dein Schneidebrett. Wenn du auf sehr harten Materialien schneidest, wird jedes Messer schneller stumpf, egal wie hochwertig es auch ist. Veark empfiehlt deshalb ganz klassisch Holz oder Kunststoff und warnt vor Glas, Stein, Keramik oder Stahl. Und auch beim Schneiden selbst gibt es eine Kleinigkeit, die richtig viel ausmacht. Schieb die Klinge nicht seitlich über das Brett. Wenn du also etwas vom Brett in die Pfanne befördern willst, dreh das Messer um und schieb mit dem Rücken der Klinge. Dadurch wird die Schärfe bestmöglich erhalten.
Dann ist da noch das Thema Aufbewahrung. Viele Messer werden nicht stumpf, weil sie schlecht sind, sondern weil sie lose in einer Schublade herumfliegen. Veark empfiehlt, Messer in einer festen Position zu lagern, zum Beispiel an einer Magnetleiste, im Messerblock oder in einem separaten Fach. Praktischer Nebeneffekt: Du hast mehr Ordnung in deiner Küche.
Dein Messer verliert trotzdem langsam an Schärfe? Das ist soweit normal. Um deine Messer wieder richtig scharf zu bekommen brauchst du kein komplexes Setup. Halte einfach die Klinge im Alltag mit Abziehen in Form, das ist der schnelle Weg zu einem sauberen Schnittgefühl. Wenn das Messer zusätzlich nachlässt, ist es Zeit fürs Schärfen, je nach Anspruch selbst oder professionell. Du willst noch mehr über unsere Messer erfahren? Dann schau doch gerne bei unserem Blog dazu vorbei.