Zeremonieller Matcha vs. normaler Matcha: Woran du echte Qualität erkennst
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Kurz beantwortet: Zeremonieller Matcha (Ceremonial Grade) wird aus den jüngsten, beschatteten Teeblättern der ersten Frühjahrsernte in Japan gewonnen und auf Steinmühlen fein vermahlen. Er schmeckt frisch-grün, leicht süß und cremig – nicht bitter. Kochqualität (Culinary Grade) stammt aus späteren Ernten und eignet sich für Latte, Smoothies und Backen.
Was macht zeremoniellen Matcha aus?
Vier Faktoren entscheiden über die Qualität:
1. Beschattung: Die Teepflanzen werden vor der Ernte etwa drei bis vier Wochen beschattet. Das erhöht den Gehalt an Chlorophyll und L-Theanin – dafür sorgt die intensive grüne Farbe und der süßliche Umami-Geschmack.
2. Erste Ernte (Ichibancha): Nur die zartesten jungen Blätter des Frühjahrs werden verwendet. Spätere Ernten enthalten mehr Bitterstoffe.
3. Tencha-Verarbeitung: Stiele und Blattadern werden entfernt, nur das reine Blattfleisch wird vermahlen.
4. Steinmahlung: Traditionelle Granitmühlen mahlen langsam und schonend – etwa 30 bis 40 Gramm pro Stunde. Das Pulver wird dabei nicht heiß und behält sein Aroma.
Woran erkenne ich guten Matcha beim Kauf?
Leuchtend jadegrüne Farbe (nicht oliv oder gelblich), feines Pulver ohne Körnung (5–10 Mikrometer), frischer, grüner Duft, Herkunftsangabe aus Japan (z. B. Uji, Nishio, Kagoshima) und ein Preis ab etwa 25 bis 30 Euro pro 30 g. Günstiger Matcha im Beutel aus dem Supermarkt ist fast immer Kochqualität.
Warum schmeckt mein Matcha bitter?
Drei häufige Gründe: Es ist Kochqualität statt zeremonieller Qualität, das Wasser war zu heiß (ideal sind 70–80 °C, niemals kochend), oder das Pulver wurde nicht gesiebt und aufgeschlagen. Mit einem Bambusbesen (Chasen) schlägst du den Matcha in etwa 15 Sekunden schön schaumig.
Häufige Fragen
Wie viel Koffein hat Matcha?
Etwa 60–70 mg pro Portion (2 g Pulver) – vergleichbar mit einer Tasse Kaffee. Durch das L-Theanin wird das Koffein aber langsamer freigesetzt: Die Wirkung hält länger an und kommt ohne das typische Kaffee-Tief aus.
Wie bereite ich Matcha traditionell zu?
1–2 Chashaku-Löffel (ca. 2 g) Pulver in eine Matcha-Schale (Chawan) sieben, 70–80 ml heißes Wasser (max. 80 °C) zugeben und mit dem Chasen in W- oder M-Bewegungen aufschlagen, bis feiner Schaum entsteht.
Welchen Matcha führt erassential?
Unseren zeremoniellen Original-Matcha aus Japan (30 g) sowie das komplette Matcha-Set mit Schale, Besen und Löffel für den Einstieg.
